Ihr könnt mir sicherlich nicht helfen, aber evtl. kann ich so etwas meinen momentanen Frust zu 1und1 abbauen und für sowas ist ja ein Blog da
Die Geschichte fängt am 11.08.08 an. Ich bekomme per Brief den Hinweis, dass man am 05.08.08 eine nicht zulässige Mehrfacheinwahl festgestellt habe. Dies wäre laut AGB nicht erlaubt und sollte das noch mal vorkommen, würden mit diese Kosten in Rechnung gestellt.
Ich schrieb also eine Email an 1und1 mit der Bitte um weitere Informationen wie dies passieren kann. Auch hatte ich bemängelt, dass seltsamerweise die Doppelteinwahl auf die Sek. genau passiert sein sollte. Dazu wollte ich doch gerne eine Erklärung. Leider bekam ich nur den Hinweis, dass mein Fall weitergeleitet wurde und 1und1 sich melden wird…
Nun habe ich die aktuelle Rechnung erhalten und bin erst mal vorne über gekippt. Angeblich 8 Tage Mehrfacheinwahl, was 140€ extra macht…
Gleich die Störungsstelle angerufen und nachgefragt. Die konnte leider nicht wirklich helfen. Man konnte zwar feststellen das ich aktuell keine Mehrfacheinwahl tätige, aber mehr auch nicht.
Der Techniker konnte noch feststellen das ich meine Passwörter geändert habe (zur Sicherheit schon nach dem ersten Brief) und ich die Fritzbox per Start-Code eingerichtet habe.
Man hat mich noch an die Rechnungsstelle verwiesen und das war es auch schon.
Es gibt absolut keine Möglichkeit zu überprüfen ob eine Mehrfacheinwahl stattgefunden hat. Man kann zwar nach jeder Zwangstrennung die 0,24cent Hotline anrufen und nachfragen, aber das ist totaler Blödsinn. Auch kann man die Mehrfacheinwahl nicht deaktivieren lassen (bei T-Online soll dies sehr wohl gehen…).
Heute haben wir dann die Rechnungsstelle angerufen. Das Gespräch war sehr lang (und das bei 24cent/min). Die konnte uns natürlich auch nicht helfen.
Auf den Hinweis hin, dass die Mehrfacheinwahlen seltsamerweise immer dann stattfinden, wenn die Zwangstrennung durchgeführt wird (diesen wird immer zwischen 5-6 Uhr durchgeführt), hat man uns wieder an die Störungsstelle weiter verbunden. Sollten die feststellen das es ein Fehler bei 1und1 ist, muss die Störungsstelle dies der Rechnungsstellung mitteilen und die kann dann erst die Rechnung ändern…
Der Störungsstelle also wieder das Problem geschildert und denen mitgeteilt, dass unsere größte Angst ist nicht mitzubekommen wann diese Mehrfacheinwahl vorkommt und wir dadurch einen 4stelligen Betrag erhalten.
Man hat uns wieder mitgeteilt das zur Zeit keine Mehrfacheinwahl stattfindet, das wir die Passwörter geändert haben…
Aber dieser Herr wusste mehr als die anderen. Dieses Problem tritt wohl öfters auf, wenn man eine Fritzbox 7270 hat.
Die Box soll ein Problem mit dem Telefoniekanal haben. Statt diesen aufzubauen, kann es passieren, dass es hier zu einer weiteren Einwahl einer Datenleitung kommt. In den FritzLogs findet man dazu leider nichts, dort wird angezeigt “Einwahl Telefonie”.
Dieses Problem wäre wohl auch bekannt. Man sollte doch bitte die Firmware auf den aktuellen Stand bringen (Version 54.04.58 vom 16.7.2008 ist bereits seit 05.08.08 installiert, aktueller gehts es also nicht), auf Werkseinstellung zurücksetzten und 10 min vom Strom nehmen, damit der cache gelöscht wird. Das soll das Problem wohl beheben können, jedenfalls hin und wieder.
Also auch nicht so das wahre.
Der nette Herr von der Hotline meinte aber noch, dass er das an die Rechnungsstelle weitergeben wird, das wir selber nicht diese Mehrfacheinwahl durchgeführt haben und wir wohl die Kosten erstattet bekommen. Auch wird er sich melden, wenn das Problem seitens AVM (?) behoben wird. Sollte wir wieder eine Mehrfacheinwahl feststellen, sollten wir uns gleich an die Rechnungsstelle wenden, mit der Bitte auf Storno dieser extra Kosten.
Ich habe mich natürlich auch an AVM gewannt in der Hoffnung dort noch weitere Hinweise zu erhalten.
So, danke fürs zuhören, jetzt geht es mir schon etwas besser…
Nachtrag:
Man kann auch eine Mehrfacheinwahl am gleichen Standort haben.
In der Fritzbox gibt es die Option “Angeschlossene Netzwerkgeräte dürfen zusätzlich ihre eigene Internetverbindung aufbauen (PPPoE-Passthrough)“.
Wenn nur ein passender PPPoE Adapter auf mac/pc installiert ist, könnte man darüber die 2. Verbindung aufbauen. Diese Option war aber nicht aktiv und keiner unserer Geräte kann eine Verbindung aufbauen.
Wirklich schlimm ist ja, 1. das man nicht die Möglichkeit hat doppelte Einwahl zu erkennen, 2. noch nicht mal so was deaktivieren kann und 3. das dies bekannt ist. Da hätte man doch gleich Kulanz sein können. Keine Ahnung wie viel Kunden ohne murren bezahlt haben.
Auch seltsam: In Internet findet man viele 1und1 Kunden, die das gleiche Problem haben. Plötzlich doppelte Einwahl und alle im August…
Wir können nur hoffen, dass 1und1 Wort hält und uns diese Rechnung storniert und bei künftigen dies auch tut, bis ich von 1und1 oder AVM Entwarnung bekomme. Den immerhin konnten die Hotline feststellen das wir nicht von einem anderem Standort uns eingewählt haben.
Update 20.09.08
So, dass Thema ist vorerst vom Tisch.
Wie haben soeben die Gutschrift über die Mehrfacheinwahl erhalten.
Leider ohne irgendeine Entschuldigung, ohne Hinweis warum wir die Gutschrift (ok wir wissen es ja, hätten es nur gerne schriftlich) erhalten und keinen Hinweis das der Fehler nicht mehr vorkommt, da er bei 1und1 behoben wurde. – So heute kam von 1und1 ein Entschuldigungsschreiben, in dem 1und1 uns mitteilte das sich in deren Auswertung ein Fehler eingeschlichen hat.
Die Telefonkosten, die wir extra hatten, um bei 1und1 zu reklamieren, haben wir nicht bekommen.
Es wird also noch weitergehen…
Update 24.09.08
Neue Infos bezüglich der Telefonkosten. Im MacSofa-Forum wurde folgender Eintrag hinterlassen:
Bei meinem letzten Problem mit 1&1 (und nach lautstarker Entrüstung drüber, dass deren Sch*** nicht funktioniert und ich außer dem “Schaden”, dem Ärger und dem Zeitaufwand auch noch die Hotline-Gebühren habe) teilte man mir mit, dass alle Anrufe eines Kunden intern dem jeweiligen Problemfall zugeordnet würden. Würde man dann feststellen, dass der Kunde recht habe, würden die Kosten “erlassen” bzw. ggf. rückerstattet, sofern sich erst nach Rechnungsstellung herausstelle, dass der Kunde im Recht sei.
Das hört sich doch gut an